vom 19. bis 21.1.2007 im Harz

 

Wie auch immer es passiert ist, aber es fanden sich Sören, Ritschie, Sven, Gerry, Reinhold, Hendrik und der Studnik ein, um in den Harz zu fahren. Eigentlich wusste wohl keiner was wir vorhatten - zumindest mir ging's so.

Zum Einzug ins örtliche Gästehaus wurde uns zu Beginn erlaubt die Damenduschen zu benutzen. Die Freude des einzigen vergebenen Mitreisenden erhielt einen leichten Dämpfer, als klargestellt wurde, dass wir die einzigen Gäste sind. Auspacken und ab in die Grillhütte. Hier wurde zur Überraschung aller - gegrillt. Dazu 'n Bierchen und feddich. Reinhold war kurz vor Ende der Steaks der Meinung wir bräuchten noch 30 mehr und beauftragte Sören dazu bei der Herbergsmutter noch 60 nachzuordern. Dies erledigte Sören natürlich postwendend... Das zum-besten-geben einigen Liedguts rundete den Abend ab.

Der nächste Tag bot dann das eigentliche Programm. Abfahrt um 10 oder später führte uns der erste Trip zu einer Kuckucksuhrenfabrik. Hier gab es die größte Kuckucksuhr außerhalb des Schwarzwaldes zu bewundern. Mäßig pünktlich gegen elf kam ein riesen Federvieh aus der Luke und gab ein beeindruckendes huhu-huhu zum Besten. Grandios. Also auf zum Schaubergwerk. Hier mussten wir etwas Zeit gutmachen, was unseren Fremdenführer Ronny dazu brachte "zügig" zu fahren. Das bekam Gerry weniger gut. Entweder das oder die zuvor trocken geschluckte Aspirin +C (Danke Bayer) war dabei sich doch noch aufzulösen, denn - ja - es war eine Brausetablette. Jedenfalls brauchte er zwei Anläufe um die ganze Sauerei wieder rauszulassen. Also weiter im Sauseschritt, um pünktlich um 12 am Bergwerk zu sein.

Dort gab zunächst eine emotional vorgetragene Einführung. Man merkte das der "Führer" (beruhig dich wieder Sven) diesen Monolog schon öfter gehalten hat. Danach fuhren wir auch gleich ein. In den Berg wohlgemerkt. Dem Führer wäre es anderswo wohl lieber gewesen - muhahahaha. Unten angekommen wurde berichtet, dass die Loren vom Seil auf die Schiene, von der Schiene auf das Seil, dann wieder vom Seil auf die Schiene und - suprise suprise - von der Schiene wieder auf das Seil wechselten. Dann das ganze noch 10 mal oder so. Weitere Highlights waren die Action an der Lokomotiven-Glocke und das Folgen der Lampe während diverser Episoden. Wieder raus und nach einem Abstecher an einer Imbissbude weiter in den Froschkönig. Ein nettes Cafe mit netten Bedienungen zum Kaffeetrinken. Diese wiederum schickten Ronny später eine SMS mit Dank für den Besuch und einem schönen Gruß, während wir auf dem Weg zum abendlichen Highlight waren. Diese SMS, vermutlich ein Produkt umgesetzter Costumer Relations, brachte Reinhold zu der Erkenntnis, dass diese Bedienung gedoingt werden wollte - riiiichtig.

OK wieder zum Highlight. Die Burg Falkenstein war unser Ziel. Hier sollte ein Rittergelage stattfinden. Sören erzählte im Vorfeld schon allerlei Schauergeschichten über die Behandlung der Gäste durch die Bediensteten. Es sollte etwas zünftiger und unterhaltsamer zugehen, wie man eben vor ca. 800 Jahren zu gelagen pflegte. Die angereiste Truppe aus dem Haarstudio Gut-Schnitt (keine Ahnung wie die hießen) war dummerweise mit Anhang gekommen. Das Essen selber wurde dann in der Burgrestauration gereicht und zumindest die ersten beiden Gänge ohne großes Werkzeug. Im ersten Spiel durfte ich mit anderen Gästen einen Nagel um die Wette in einen Holzklotz einschlagen. Aber mit der Finne (das scheint die scharfe Kante einer Axt oder eines Hammers zu sein). Der einzige von mir getroffene Schlag war so gut, dass mein Nachfolger die ganze Sitzung gewann. hmpf. Der dezente Hinweis von Sören an den Herold, dass Sven nicht gerne im Rampenlicht stünde, bescherte ihm (also Sven) die Rolle des Schlosshundes, mit merkwürdiger schwarzer Mütze und einem roten Handfeger bewaffnet. Ritschie durfte den alten Wallach spielen - sehr überzeugend im Übrigen. Svens Darbietung des "wuff wuff"s und Gewackel mit dem buschigen, roten Schwanzersatz war aber ebenfalls sehenswert.

Sören durfte im letzten Spiel noch - wie er es mag - einige Zeilen einer Geschichte lauthals zum besten geben. Wieder und wieder und wieder... Der Sinn bzw. Zusammenhang dieser Story hat sich mir aber nicht ganz erschlossen. Zum Abschluss dieses echt lustigen Abends wollten wir die nette junge Dame des Nachbartisches dazu überreden ein Gruppenfoto mit uns zu machen. Dies stellte sich schwerer aus als gedacht: Foto? - Na klar! Die Gruppe bestand dann aber nur aus Sven. Das fand der Freund besagter Dame, den alle für ihren Bruder hielten, aber weniger lustig. Wir sind halt unwiderstehlich.

Den Rest des Abend verbrachten alle außer Hendrik und mir in der einzigen Disko in der Gegend. Diese war dann auch bezeichnend mit politisch eher rechtsaußen aktiven Flachhirnen gefüllt. Darüber wurde am Sonntag beim gemeinsamen Frühstück berichtet. Danach ging's wieder nach Hause. Ein kurzer aber sehr lustiger und 1a organisierter Trip. Daher noch der Dank an Sören fürs anleiern und an Ronny und Ulrike von ivento fürs prima organisieren und durchführen. Der Trip nach Oslo sollte schon mal ins Auge gefasst werden ;-)

Auch dies könnte im Schalusenbaumkalender einen Platz zur Wiederholung finden.